Ka falscher Heiligenschein

David steht vor einem Scherbenhaufen, den er selber angerichtet hat.

Er hat seine Macht ausgenutzt, gelogen und einen Menschen in den Tod geschickt. Dann steht Nathan vor ihm und sagt ihm die Wahrheit ins Gesicht. Keine Ausrede mehr. Ka Heiligenschein, hinter dem er sich verstecken kann.

Und David sagt nicht: „Ab morgen bin i brav.“

Er betet: „Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz.“

Nicht: Polier mei Image. Nicht: Mach, dass i wieder gut dasteh. Sondern: Gott, mach in mir neu, was i selber nimmer reparieren kann.

Sein Gebet macht das Geschehene nicht ungeschehen. Ein reines Herz löscht die Folgen nicht einfach weg. Aber David hört auf, sich vor Gott zu verstecken.

Vielleicht ist deshalb der reinste Satz im ganzen Song gar nicht der Refrain.

Vielleicht ist es: „Ich mach die Türen auf, hab nichts zu verlieren.“

Jesus braucht kan falschen Heiligenschein von dir. Er will die offene Tür. Auch zu dem Raum in dir, denst selber am liebsten zusperren würdest.

Ka perfektes Herz.

Aber eines, das eam gehört – und sich von eam neu machen lässt.

Zum Weiterentdecken: 2 Sam 12,1–13; Ps 51,12 · KKK 1431, 2518.

Quellen und Bezugspunkte